Kinderkonzert mit Maurice Steger und Jolanda Steiner
Programm:
Tino Flautino und der Kater Leo
Mitwirkende:
Maurice Steger - Blockflöte
Jolanda Steiner - Erzählerin
Quartett des la Cetra Barockorchesters
Das Musikmärchen Tino Flautino und der Kater Leo richtet sich besonders an Kinder ab 4 Jahren, aber auch an jugendliche und erwachsenen Märchen-, Musik, und Geschichtenliebhaber. Die Geschichte von Tino Flautino, geschrieben von der bekannten Märchenerzählerin Jolanda Steiner, begeistert junge und ältere Zuhörer seit Jahren. Kinder bringt Eure Fantasie mit.
Tino Flautino und Kater Leo
König Tino Flautino hat keine Lust mehr zu regieren, sondern möchte lieber musizieren. Deshalb überlässt er das Zepter seiner Frau und widmet sich ganz dem Flötenspiel. Beim Spazierengehen im Schlosspark findet er ein Notenbündel. Aber das letzte Notenblatt des Musikstücks fehlt. Die lange, abenteuerliche Suche nach den verlorenen Klängen beginnt. «Tino Flautino und Kater Leo» ist die neueste Geschichte der Märchenautorin Jolanda Steiner in der erfolgreichen Tino-Flautino-Reihe, mit der Maurice Steger klassische Musik einem jungen Publikum (geeignet für Kinder ab 4 Jahren) näherbringt. Gemeinsam mit der Erzählerin Jolanda Steiner und Mitgliedern des La Cetra Barockorchesters Basel unternimmt der Schweizer Flötist eine musikalische Reise. Mitbringen müssen die Kinder nur ihre Fantasie. Tino Flautino hat für seine Reise einen Zauberteppich zur Verfügung, mit dem er überall hinfliegen kann, sobald seine Flugmusik, der erste Satz aus dem Blockflötenkonzert in C-Dur von Georg Philipp Telemann, erklingt. Das erste Ziel ist Leipzig, wo der königliche Flötist auf den bekannten Komponisten Johann Sebastian Bach trifft. Der kann ihm leider keinen Tipp geben – zumindest darf Tino aber ein paar Takten seines Cembalokonzertes in d-Moll lauschen. Vom Osten geht es in den Westen direkt nach Versailles in das Schloss von Ludwig XIV. Dort tanzt der Sonnenkönig gerade mit seinem Hofkomponisten Jean-Baptiste Lully. Dieser kann Tino Flautino aber genauso wenig helfen wie Georg Friedrich Händel in London. Ganz umsonst ist die Reise jedoch nicht, weil er unterwegs wunderbare Musik kennenlernen kann wie Lullys farbigen «Marche pour la cérémonie des Turcs» oder Händels Blockflöten-Konzert in F-Dur. Erst Kater Leo Leonardo in Neapel bringt Tino Flautino auf eine heisse Spur. Sie führt ihn zur letzten Station der Reise: Antonio Vivaldi in Venedig. Die Geschichte spitzt sich zu. Es gibt einen Diebstahl und sogar eine Verfolgungsjagd. Ob Tino Flautino am Ende das fehlende Notenblatt des Concertos in a-Moll des neapolitanischen Komponisten Domenico Sarro findet, wird nicht verraten. Sicher ist jedenfalls, dass die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer bei «Tino Flautino und der Kater Leo» auf spielerische Weise einen lehrreichen, kurzweiligen Rundgang, oder besser gesagt Rundflug durch die europäische Musikgeschichte erleben werden. Und neben den bereits erwähnten Komponisten noch viele weitere kennenlernen wie Leonardo Leo, John Baston und Giuseppe Sammartini. Wolfgang Amadeus Mozart, von dem Auszüge aus dem ersten Satz seiner «Kleinen Nachtmusik» erklingen, ist dem einen oder anderen vielleicht auch schon bekannt.
Maurice Steger
Dass er als «Paganini», «Hexenmeister», «The world’s leading recorder player» oder der «elektrisierende und beflügelnde Dirigent» betitelt wird, ist somit nicht überraschend. Um solch hohen Erwartungen gerecht zu werden, bedarf es nicht nur Stegers erstaunenswerter Technik, sondern auch Charisma, Intellekt und einem ganz besonderen Feingefühl für die Musik. All dies zeigt Maurice Steger seinem Publikum und begeistert spielend oder dirigierend mit seiner intensiven Tongebung und unendlichen Energie in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt. Regelmässig kann man ihn als Solist, Dirigent oder in Doppelfunktion sowohl mit den tonangebenden Original klangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra Barockorchester Basel, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, Il Pomo d’oro oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern, wie u.a. dem Zürcher Kammerorchester, dem hrSinfonie orchester Frankfurt , den Violons du Roy aus Kanada, dem Münchener Kammerorchester, der NDR Radiophilharmonie oder dem Musikkollegium Winterthur, erleben. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, dass all diese Klangkörper nach einer Arbeitsphase wie verwandelt klingen, klanglich sensibel und individuell, immer historisch informiert und spielfreudig Ausdrucksstark im Hier und Jetzt. Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern, wie Hille Perl, Rachel Podger, Avi Avital, Daniele Caminiti, Sebastian Wienand, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem französischen Cembalisten Jean Rondeau, widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Auch ist er für Experimentelles oder neue Formationen zu haben, so tritt er bspw. mit dem Pianisten Martin Stadtfeld und dem Perkussionisten Christoph Sietzen auf. Mit dem Kuss Quartett wird sich Steger 2021 im Rahmen einer Uraufführung einer neuen Konzertform widmen. Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass er nicht nur in Europa sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Tourneen durch Nord und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein. Von besonderer Bedeutung ist auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedensten Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des Tino Flautino, um die Kleinsten durch einen spielerischen Zugang an die Welt der klassischen Musik heranzuführen. Der flötespielende Tino Flautino ist in Stegers Heimatland, der Schweiz, ein Kinderheld und sein neuestes Abendteuer mit dem Kater Leo Leonardo präsentiert der Musiker mittlerweile in vielen Ländern und Sprachen. Durch seinen nie gestillten Wissensdurst gelingt es Steger immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. So präsentierte er auf seiner CD "Souvenirs" Werke, die er in der Privatbibliothek des Grafen Harrachs und in Neapel entdeckte. Sein Album Baroque Twitter mit dem Kammerorchester Basel und der Sängerin Nuria Rial wurde wiederum von Vogelgesängen inspiriert. Die neuste Einspielung Mr. Handel’s Dinner, die mit dem La Cetra Barockorchester Basel erschien, empfindet Händels Opernvorstellungen in London und insbesondere deren Pausenmusiken nach. Die CD wurde mit riesiger Begeisterung von Hörern und internationalen Preisen der Presse aufgenommen. Regelmässig spürt Steger barocken und frühklassische Raritäten auf, dirigiert und spielt diese oder veröffentlicht sie auf CD. Dafür wurde Maurice Steger vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Karajan Preis oder dem ECHO Klassik. Man fragt sich manchmal, woher bei Maurice Steger all diese Energie kommt, mit der er der Blockflöte aber auch ungehörten Orchesterjuwelen zum Comeback verholfen hat, wie zuletzt Arte in einer Dokumentation gezeigt hat. Doch wenn man sieht, mit wieviel Liebe zum Instrument, zur Musik und zum Publikum er jedes seiner vielen Projekte angeht, wird klar: Maurice Steger ist eben auch aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt.
Jolanda Steiner
Stimme, Mimik und Gestik sind ihre Instrumente. Jolanda Steiner schlüpft stimmlich in unzählige Rollen und inszeniert Märchen als Ereignis. Für ihre Werke hat sie diverse Auszeichnungen erhalten.
Jolanda Steiner wuchs in Kriens/Luzern auf. Nach Ihrer Ausbildung zur Kindergärtnerin fand sie bald schon den Weg auf die Bühne, produziert Kindersendungen, Tonträger, Kinderbücher und Erzähltexte, Livestreams, Videos und vieles mehr. Ihre mit Perkussionsinstrumenten umrahmten Erzähltheater werden in der Schweiz wie auch im Ausland aufgeführt. In Zusammenarbeit mit verschieden Musikern hat sie zahlreiche Tonträger produziert. Als Autorin arbeitet Jolanda Steiner vorwiegend mit klassischen Orchestern zusammen, entwickelt und konzipiert in Zusammenarbeit dem ZKO jährlich neue Kinderkonzerte und gestaltet zudem regelmässig mit diversen Künstlern im Bereich Klassik neue Programmformate.
Ihre vor mehr als 20 Jahren erfundene Märchenfigur «Tino Flautino» und die entsprechenden Musikmärchen («Tino Flautino und sein zauberhaftes Flötenspiel», «Tino Flautino und die Zaubermelodie» , «Tino Flautino und Kater Leo») wie auch «Pinocchio und der Flötenspieler», sind bis über die Landesgrenze hinaus bekannt und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt.
Für das erwachsene Publikum schreibt die `Wortkomponistin` humorvolle Märchencabarets und moderiert Firmen- und Konzertveranstaltungen.
Jolanda Steiner lebt mit ihrer Familie in Kriens/Luzern.