Im der Rahmen von The Muri Competition kommt es zu einer Zusammenarbeit von Musig im Pflegidach, TMC und Muri Classics. Der renommierte Jazz-Oboist Jean-Luc Fillon zeigt mit seinen Kollegen eine ganz andere Seite von Oboe und Fagott. Die beiden Wettbewerbsinstrumente lassen sich nicht nur in der klassischen Musik einsetzen, sind aber im Bereich Jazz selten anzutreffen.
Jean-Luc Fillon
Oboman… die Oboe aller Musik.
Dieses Pseudonym, das ihm der Jazzmusiker Glenn Ferris gegeben hat, trägt Jean-Luc Fillon ohne jede Anmassung, um seine Leidenschaft zu teilen und die Oboe in all ihren Facetten, insbesondere in der Improvisation, zu offenbaren. Dreizehn Alben, eine originelle orchestrale Klangfarbe, spritzige Musik, voller Sinnlichkeit und Rhythmus. Einer der überzeugendsten künstlerischen Wege, eine willkommene Abwechslung, das Ergebnis einer subtilen Mischung aus Originalität und Beharrlichkeit. Als mutiger Künstler wagt er es, sich seinen Weg durch das Herz aller Möglichkeiten zu bahnen, Begegnungen zu vervielfachen, originelle Ideen auszuprobieren und zu erforschen. Die Beweglichkeit seines Sets, die Bandbreite an Farben und Nuancen, die er zur Schau stellt, die Brillanz seiner Ideen – all das beeindruckt: Mit großer Freude nutzt er eine ganze Reihe von Ornamenten und Melismen. Eine bestimmte Vorstellung von zeitgenössischem Jazz, der intensiv, erfinderisch und frisch ist; es ist Jazz, aber nicht nur… „Die Fülle ihres Klangs verschafft diesen Instrumenten – der Oboe und dem Englischhorn – einen Platz im Jazz, den Doppelrohrblattinstrumente selten erreichen.“
Paul Hanson
Paul Hansons musikalische Reise ist ein Beweis für sein unerschrockenes Engagement für sein Handwerk und seine Kreativität. In den letzten 20 Jahren hat Paul die Regeln neu geschrieben und neue Massstäbe dafür gesetzt, was auf diesem klassischsten aller Holzblasinstrumente möglich ist. Pauls Repertoire umfasst musikalische Elemente aus allen modernen Stilen der improvisierten Musik. Paul nutzt sein umfangreiches Wissen aus seinen Wurzeln als klassischer Fagottist und seine Erfahrung als Jazz-Saxophonist, um die Möglichkeiten des Fagotts neu zu definieren. Seine Erkundungen haben Grenzen überschritten und neue Möglichkeiten geschaffen – und das alles bei höchster musikalischer Qualität. Er ist der weltweit führende Jazz-Fagottist. 2008 wurde Paul eingeladen, seine eigene Rolle als elektrischer Improvisationsfagottist in Cirque Du Soleils ZED zu kreieren – einer Residenzshow im Tokyo Disney Resort. Diese einzigartige Kreation wurde von 2008 bis 2011 in 380 Shows pro Jahr aufgeführt. Bis heute hält Cirque Du Soleil Vorspiele für Fagottisten ab, aufgrund der ZED-Rolle, die Paul mitentwickelt und geschaffen hat. Paul ist durch Europa, Japan, Südamerika und die Vereinigten Staaten gereist. Er trat als Fagottist in der Carnegie Hall, beim North Sea Jazz Festival, beim Brno Jazz Festival in der Tschechischen Republik, beim Montreux Jazz Festival, beim Berlin Jazz Festival, beim Monterey Jazz Festival, beim Ravinia Festival, beim Leverkusen Festival, beim INTERLINK Festival in Japan, beim California Edge Festival 2005 und bei zahlreichen NAMM-Shows in Los Angeles und Nashville auf.
Jarrod Cagwin
Geboren und aufgewachsen in einer ländlichen Gegend in Iowa im Zentrum der Vereinigten Staaten, erhielt er 1992 ein Stipendium für das Berklee College of Music in Boston, Massachusetts. Dort kam er mit einer sehr kosmopolitischen Musikszene in Berührung, da die Studenten aus allen Teilen der Welt stammten. Er studierte Percussion und Schlagzeug bei Professor Jamey Haddad und lernte verschiedene Handtrommeltechniken aus Indien, dem Nahen Osten, Nordafrika und Brasilien kennen. 1995 erhielt er ein Stipendium, um bei Trichy Sankaran an der York University in Toronto, Ontario, südindische Trommeltechniken zu studieren. Nach seinem Abschluss 1996 zog er nach New York City und trat anschließend in verschiedenen zeitgenössischen und traditionellen Musikformationen auf und nahm mit ihnen Alben auf. 1999 begann er mit der Rabih Abou-Khalil Group zusammenzuarbeiten und zog kurz darauf nach Europa, wo er seitdem aktiv auf Tournee ist und auf dem gesamten Kontinent unterrichtet. Er arbeitet eng mit Eckermann Drums in Wien, Österreich, zusammen und entwirft Rahmentrommeln und Schlagzeuge. Er hat ausgiebige Feldstudien im Nahen Osten sowie in Nord- und Westafrika durchgeführt, aus denen ein einzigartiger Percussion- und Schlagzeugstil hervorgegangen ist. Derzeit pendelt er zwischen Istanbul und Westeuropa. Er ist Percussionist der international bekannten Sängerin Sezen Aksu aus der Türkei und ausserdem festangestellter Dozent am Staatlichen Konservatorium für Musik in Istanbul. Im Jahr 2010 wurden seine rhythmische Trainingsmethode „One by One” und die dazugehörige Komposition „5 vor 7 vor 6” von Ensemble Modern Media veröffentlicht. Zu seinen weiteren Auftritten und Aufnahmen zählen Kooperationen mit Fahir Atakoğolu, Erkan Oğur, Derya Türkan, Bekir Ünlüataer, Joachim Kühn, Gvork Dabaghyan, Charlie Mariano, Michel Godard, Gabriele Mirabassi, Luciano Biondini, Ricardo Ribeiro, Dusko Goykovich, Mehmet Emin Bitmez, Kudsi Erguner, Jean-Luc Fillion, Dalia Faitelson, Ferenç Snetberger, Dave Bargeron, Antonio Hart, Howard Levy, Joe Beck und Dave Samuels. Er ist außerdem Gastkünstler beim Ensemble Modern und der Next Step Percussion Group und war Solist beim BBC Orchestra, dem Mazedonischen Symphonieorchester und dem Bundesjugendorchester aus Deutschland. Cagwin leitet rhythmische Trainingsworkshops für Musiker und Tänzer sowie Frame-Drum- und Drum-Set-Workshops in ganz Europa.